Stopp den Ausverkauf – Wir zahlen den Preis für billige Kleidung

Fr, 9. Nov. 2018 | 15:00 Uhr

Das Department Design lädt ein zum Vortrag von zwei Arbeitsrechtaktivistinnen aus Bangladesch und Myanmar. Die Teilnahme ist kostenlos.

FEMNET e.V. hat 2018 eine Studie anfertigen lassen, welche die Situation von Frauen in der Bekleidungsindustrie in Bangladesch mit aufstrebenden Märkten wie Äthiopien und Myanmar vergleicht. Die Ergebnisse zeigen, dass die soziale und arbeitsrechtliche Situation in allen Ländern prekär ist und Bangladesch hinsichtlich der Gleichheit der Geschlechter, zivilgesellschaftlicher Freiheit und der Gewährung politischer Rechte nicht gut dasteht – noch schlimmer ist die Situation in Myanmar. Für alle Länder gilt, dass Frauen in Gesellschaft und Arbeitswelt Diskriminierung, Unsicherheiten und schlechteren Arbeitsbedingungen ausgesetzt sind als Männer.
Die Rundreise wird diese Probleme thematisieren und zeigen, wie betroffene Frauen in der Bekleidungsindustrie für verbesserte Arbeitsbedingungen kämpfen.

Referentinnen:
Kalpona Akter ist eine der bekanntesten Aktivistinnen Bangladeschs. Bereits mit 12 Jahren begann sie mit der Arbeit in Bekleidungsfabriken. Wegen ihres gewerkschaftlichen Engagements wurde sie später jedoch entlassen und bald auf die „schwarze Liste“ der Fabriken gesetzt. Seit dem Jahr 2000 arbeitet Kalpona in Vollzeit als Aktivistin. Sie ist Geschäftsführerin des Bangladesh Center for Worker Solidarity (BCWS), das sich für Arbeitsrechte in der Bekleidungsindustrie einsetzt.

Khin Nilar Soe ist die stellvertretende Generalsekretärin der Industrial Workers Federation of Myanmar (IWFM) sowie Vorsitzende der Gewerkschaft Yangon Regional Industrial Workers Union. Khin Nilar Soe arbeitet in einer Bekleidungsfabrik und setzt sich auch dort für die Arbeitsrechte ihrer Kolleg_innen ein, indem sie mit Vertreter_innen von internationalen Markenherstellern, Fabrikmanagern und –besitzern verhandelt. Als Näherin in einer Bekleidungsfabrik kann sie aus erster Hand von ihrer Erfahrung und den Schwierigkeiten in der boomenden Bekleidungsbranche berichten.

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